Hallo liebe Lesende,

Entschuldigt bitte die lange Funkstille auf diesem Blog. Der erste Monat in Ecuador ist nun schon vorüber und eigentlich war mein Plan, hier schon lange über die ersten Wochen berichtet und Fotos mit euch geteilt zu haben. Jedoch war ich den Großteil dieses ersten Monats krank, angefangen in Quito mit einer Erkältung, worauf eine sehr schwere Mandelentzündung folgte und nun liege ich mit einem Magen-Darm-Infekt flach. Ich möchte auf jeden Fall noch rückblickend von dem Sprachkurs und den Einführungstagen in der Fundación Chiriboga in Quito erzählen, aber habt bitte noch ein wenig Geduld. Leider hat mir hierfür in den vergangenen Wochen die Kraft gefehlt. Dieser Beitrag dient nun erstmal als Lebenszeichen und kleines Update zu meiner aktuellen Situation. Mittlerweile sind meine Projektpartnerin Hannah und ich schon fast drei Wochen in unserem Einsatzort in Chugchilán angekommen. Wir sind immer noch dabei, uns im Hostel unserer Gastfamilie einzuleben, mit der Sprachbarriere klarzukommen und in meinem Fall die ersten paar Schultage ohne zu große Überforderung zu überstehen, was mal besser und mal schlechter funktioniert. Tatsächlich war ich schon häufiger in medizinischen Zentren als in meinem Projekt an der Schule in Moreta (traurig oder?). Meine gesundheitliche Lage macht mir körperlich wie mental sehr zu schaffen und macht das Ankommen hier um einiges schwerer, aber ich versuche geduldig mit meinem Körper zu sein, der einfach etwas mehr Zeit als andere braucht, um sich an die neue Umgebung, an neue Essgewohnheiten, die kalten Temperaturen, neue Tagesabläufe, die Arbeit an der Schule und einiges mehr zu gewöhnen. Ich habe jetzt schon so viele neue Eindrücke gesammelt, so viele verschiedene Gefühle gleichzeitig gefühlt und bin an so viele innere und äußere Grenzen gestoßen, wie schon lange nicht mehr. Der Blog löst in mir leider gerade ziemlich viel Druck aus, da ich am liebsten ganz im Detail über alles berichten würde, was ich hier erlebe und fühle, um euch daran teilhaben zu lassen, es in der Realität leider aber schwerer umzusetzen ist als gedacht. Ich möchte nun aber versuchen, Stück für Stück aktiver auf diesem Blog zu werden und zumindest kleine Einblicke in meinen Alltag zu geben.

Damit ihr aber jetzt schon mal einen kleinen Eindruck davon bekommt, wie Hannah und ich hier in Chugchilán so leben, hänge ich noch ein paar Bilder an:

Hier haben Hannah und ich in der ersten Woche noch im selben Zimmer gewohnt, jetzt haben wir zwei Einzelzimmer
Wunderschöne Sonnenaufgänge neben Hängematten
Der Ausblick neben unseren Zimmern, an diesen Bergen kann ich mich nie satt sehen
Darf ich vorstellen: Unsere Mitbewohner Quila (braunes Huhn), Toa (weißes Huhn), Suco (dreht euch den Rücken zu) und Elvis (kratzt sich ganz eifrig)
Vielleicht gründen wir noch eine Wilde Hühner Bande
Hier werden dringend Streicheleinheiten benötigt
Pferde gibt es auch, sie sorgen für magische Ausblicke zum Frühstück
…oder auf Spaziergängen
Die Hauptstraße in Chugchilán, unscheinbar, kann aber sehr laut sein
In Chugchilán gibt es sehr viele Straßenhunde und Straßenkatzen, die aber teilweise von den Anwohner:innen gefüttert werden
Und auch ein Schaf haben wir hier schon entdeckt
Suco ist ein guter Wachhund, aber noch besser im Kuscheln
So warte ich morgens auf den Bus zur Schule in Moreta

So, dabei belasse ich es erstmal. Danke, dass ihr auf meinem Blog vorbeischaut und vielen, vielen Dank für eure Geduld! Bis hoffentlich ganz bald, wir lesen uns im nächsten Beitrag!

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